Stellungnahme zum Südwestpresse-Bericht

Mir ist eine Klarstellung wichtig, da einzelne Formulierungen im Artikel ein Bild zeichnen, das meiner Haltung nicht entspricht.
Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters, nicht für die Rolle eines „Chefs“.
Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung leisten täglich fachlich anspruchsvolle und unverzichtbare Arbeit für unsere Gemeinde. Sie sind das Rückgrat der Verwaltung. Im Falle meiner Wahl verstehe ich mich als Teil dieses Teams – als Kollege, Unterstützer und Moderator, der Verantwortung übernimmt, nicht als jemand, der von oben herab anweist.
Auch persönliche Angaben möchte ich richtigstellen:
Ich lebe seit 2012 in eingetragener Partnerschaft und bin seit über 30 Jahren mit demselben Mann zusammen. Die Heirat im Jahr 2020 im Rahmen der „Ehe für alle“ war für uns der logische nächste Schritt einer langjährigen, stabilen Beziehung.
Zum Thema Integration und Vielfalt ist mir eine klare Einordnung wichtig:
Ich sehe keine besondere oder bevorzugte Behandlung einzelner Bevölkerungsgruppen oder Religionsgemeinschaften. Mein Anspruch ist es, alle Menschen gleich zu behandeln, unabhängig von Herkunft, Glauben, Lebensweise oder Weltanschauung. Als Bürgermeister bin ich für alle Dettingerinnen und Dettinger da – ohne Unterschiede, ohne Sonderrollen, ohne Ausnahmen.
Zum verwendeten Begriff „Computerfreak“ bzw. „Nerd“:
Menschen mit hoher technischer oder fachlicher Affinität sind keineswegs sozial isoliert. Das noch immer verbreitete Klischee eines weltfremden Einzelgängers entspricht nicht der Realität. Ursprünglich beschreibt der Begriff „Nerd“ Menschen mit einem besonders ausgeprägten, leidenschaftlichen Fachinteresse – häufig in technischen, wissenschaftlichen oder kreativen Bereichen wie IT, Technik, Wissenschaft oder Gaming.
Ebenso ist die Aussage „die wissen, wenn ich gewählt werde, bin ich weg“ so nicht korrekt.
Ich werde meinem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite stehen. Verantwortung abzugeben bedeutet nicht, sich vollständig zu entziehen.
Gleiches gilt für das Bürgerforum:
Es ist nicht so, dass dieses im Falle meiner Wahl geschlossen werden müsste. Eine solche Assoziation entsteht im Beitrag, entspricht jedoch nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Engagement, gewachsene Strukturen und Gemeinwohlorientierung lassen sich verantwortungsvoll weiterführen.
Mein Verständnis von Bürgermeistersein ist kein hierarchisches, sondern ein dienendes: zuhören, zusammenführen, ermöglichen – und gemeinsam mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft tragfähige Lösungen für Dettingen entwickeln.
